Welches System sollte man wählen?
Bei Photovoltaikanlagen unterscheidet man zwischen folgenden Systemen und Ausführungsarten:

Netzeinspeisesysteme => Einspeisung von Solarstrom ins öffentliche Stromnetz ohne Zwischenspeicherung in Akkus;

Inselsysteme => Speicherung von Solarstrom in Akkus zur Sicherung der Stromversorgung in Gebieten ohne Stromanschluss (z.B. Alpenhütten).
Auf dieser Internetdomain werden nur Solarstromanlagen mit einer hohen Rentabilität betrachtet. Aus diesem Grund wird auf die Inselanlagen nicht näher eingegangen.


Die lukrativen Netzeinspeisesysteme werden in folgenden Ausführungsarten hergestellt und vertrieben:
Fest ausgerichtete Solarzellenmodule => als einfachster Konstruktionstyp mit konstantem Ausrichtungswinkel

Variabel ausgerichtete Solarzellenmodule => als passiv oder aktiv um eine oder zwei Achsen nachgeführter Konstruktionstyp, mit dem Sonnenstand angepasstem Ausrichtungswinkel. Eine um zwei Achsen nachgeführte Anlage führt zu einem um 25-35% höheren jährlichen Stromertrag. Die tatsächlichen Investitionskosten steigen allerdings auch beträchtlich an. Die kompliziertere Konstruktion und vergleichsweise niedrige Garantiezeiten von 5 Jahren lassen einen höheren Wartungs- und Kostenaufwand während der Betriebszeit erwarten.

Empfehlung: Unter Renditegesichtspunkten sollten fest ausgerichtete Netzeinspeisesysteme die 1. Wahl darstellen.

Welche Verschaltungsart ist für mich die richtige?

Es gibt zwei Möglichkeiten Solarmodule miteinander zu verschalten. Hierbei spricht man von der Reihen- oder Stringverschaltung und der Parallelverschaltung! Beide Verschaltungsarten haben Ihre Berechtigung. Sie sollten sich jedoch vor einer Kaufentscheidung über beide Arten informieren. Dies empfiehlt unter anderem der Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW). Beachten Sie hierzu auch unsere Ausführungen unter dem Menü-Punkt "Verschaltung"!


Wie erreicht man die höchste Rendite?
Die KfW fördert Photovoltaikanlagen zur Netzeinspeisung grundsätzlich nur noch mit dem Nettobetrag (also ohne MwSt).
Das Finanzamt stuft automatisch alle Betreiber von Photovoltaikanlagen als Unternehmer ein. Selbständige erhalten damit vom Finanzamt die MwSt erstattet (zur Ansicht der Richtlinie vom BFM ).
Arbeitnehmer können zwischen zwei Möglichkeiten wählen.
Welche Wahlmöglichkeit haben Arbeitnehmer? Arbeitnehmer können gegenüber dem Finanzamt den Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung erklären.



Was begünstigt eine hohe Rendite?
Durch den Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung erhalten Arbeitnehmer (Selbständige sowieso) die Mehrwertsteuer für den Kauf der Anlage zurück. Weiterhin erhebt der Betreiber gegenüber seinem Energieversorger zusätzlich zur Einspeisevergütung noch Mehrwertsteuer, die später an das Finanzamt abgeführt wird.
Eine Gewerbeanmeldung ist nicht nötig.

Empfehlung: Arbeitnehmer sollten gegenüber dem Finanzamt auf die Kleinunternehmerregelung verzichten.
Der geringe Mehraufwand für die Umsatzsteuererklärung gegenüber dem Finanzamt zahlt sich durch eine höhere Rendite aus.



Wie sollte die Anlage finanziert werden?
Dies hängt insbesondere von den jeweiligen persönlichen Rahmenbedingungen ab.

Eine Möglichkeit zur Finanzierung ist der Weg über das KfW Darlehen. Wie bereits oben beschrieben, bieten sich dafür derzeit zwei mögliche Varianten an:


1.] KfW - Programm zur Solarstrom-Erzeugung
Seit dem 01.01.2005 bietet die KfW ein speziell für die Finanzierung von privaten PV-Anlagen konzipiertes Programm an. Die Finanzierungssumme ist jedoch auf maximal 50.000 Euro beschränkt. Die Laufzeiten betragen 10 oder 20 Jahre.
Zinssätze

2.] KfW - CO2 Minderungsprogramm
Dieses Darlehen gibt es für private Antragssteller, die ihre Photovoltaikanlage auf ein selbstgenutztes oder vermietetes Wohngebäude errichten. Die Finanzierung ist in Höhe der Gesamtinvestition möglich. Die Laufzeiten betragen 10, 20 oder 30 Jahre.
Dieses Darlehen bietet sich an, um die monatliche Belastung so gering wie möglich zu halten!
Zinssätze

3.] KfW - Umweltprogramm
Dieses Darlehen gibt es für Firmen und Selbständige, die ihre Photovoltaikanlage nicht auf Wohngebäude errichten. Die Finanzierung ist in Höhe von 75% der Gesamtinvestition möglich.
Zinssätze


Die Beantragung des KfW-Kredits erfolgt in der Regel über die Hausbank. Dem Antrag sind ein Angebot für die Photovoltaikanlage (evtl. mit Montagekosten) beizulegen. Dann ist die Förderzusage abzuwarten (gegenwärtig ca. 6 Wochen).


Solange der Kreditzinssatz unter dem durchschnittlichen Anlagezinssatz liegt, ist es unter Renditegesichtspunkten sinnvoll den Kredit in Anspruch zu nehmen.

!!! Insbesondere für Betreiber, die in den nächsten Jahren weiterhin eine hohe persönliche Steuerbelastung haben, macht es durchaus Sinn, über ein Darlehen mit Tilgungsaussetzung nachzudenken.

Der Vorteil hierbei: Der Betreiber der Photovoltaikanlage hat über den gesamten Finanzierungszeitraum im Idealfall keine laufende Belastung. Die Zinsen für das Darlehen können als steuerliche Verluste geltend gemacht werden. Ein anfängliches Disagio reduziert die Zinsbelastung in den ersten Finanzierungsjahren und zudem kann das Disagio steuerlich wirksam geltend gemacht werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Tilgung - der Betreiber einer frei finanzierten Photovoltaikanlage kann die Überschüsse zwischen Zins und Stromverkaufserlös in einer alternativen Anlageform ansparen. Im Idealfall hat der Betreiber somit keinerlei laufende Belastung aus seiner Investition - im Gegenteil, es bleiben nach Ablauf der Finanzierung zusätzliche Vermögenswerte nach der Tilgung übrig. Diese Vermögenswerte stehen dem Betreiber netto zur Verfügung

Empfehlung: Die ideale Finanzierung ist abhängig von den jeweiligen persönlichen Gegebenheiten und sollte individuell mit einem Fachmann besprochen werden. Punkte die hierbei zu beachten sind:

1. Persönliche steuerliche Situation
2. Finanzierungslaufzeit
3. Ertragssicherheit der PV-Anlage
4. Gewährleistungsbedingungen des Systemanbieters
5. Tilgungsinstrument
6. Finanzierungskonditionen.

Wir helfen Ihnen gerne, die für Sie richtige Finanzierung zu finden!


Auftrags- oder Selbstmontage der Anlage?
Eine fest ausgerichtete Anlage besteht aus Solarzellen mit Halterungen, Kabel mit Steckern, Wechselrichter und geeichtem Stromzähler.
Für Heimwerker wird die komplette Selbstmontage der Anlage mit geeigneten Halterungen auf ebenen Flächen (z.B. Flachdach) kein Problem darstellen. Ohne handwerkliches Geschick und bei höheren Dachflächen wird man besser einen Fachmann mit der Montage der Anlage beauftragen. Im Normalfall ist die Montage der Anlage mit einem Helfer innerhalb eines Tages abgeschlossen.
Nachdem die Anlage fertig installiert wurde, erfolgt der Anschluss an das öffentliche Stromnetz durch einen Elektriker.

Empfehlung: Renditeträchtige Photovoltaikanlage mit langen Garantiezeiten bei einem überregionalen Anbieter bestellen. Montage entweder selbst oder durch einen regionalen Fachbetrieb (Dachdecker, Elektriker).

Was tun bei asbesthaltigen Dächern?

Grundsätzlich ist es verboten auf asbesthaltigen Dächern eine PV-Anlage zu installieren, ausser Sie erhalten eine Ausnahmegenehmigung. Weitere Infos hier

Sollte die Anlage versichert werden?
Eine Photovoltaikanlage gehört zur Gruppe der hochwertigen und langlebigen Güter, deren Betrieb durch verschiedene Risiken gefährdet werden kann. Es empfhielt sich daher der Abschluss einer speziellen Photovoltaikanlagen-Vericherung (PV-Police) oder zumindest die Eingliederung der Anlage in die Gebäudeversicherung!



Mehr Informationen zu den einzelnen Punkten geben wir Ihnen gerne bei einem persönlichen Gespräch.
Einfach hier klicken oder rufen Sie uns doch an: 07024/ 8 68 93 26.
Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

 

 


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